Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle blauen Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

!!!! hier gibt es viele schwäbische Gedichte und Geschichten  !!!!
Unsere Vorfahren haben seit Jahrhunderten schwäbisch geschwätzt und z. T. auch geschrieben. Schwäbisch gehört zu unserer Vergangenheit, es ist ein Kulturgut, das erhalten werden muss. Natürlich hat sich auch der Dialekt in den letzten 100 Jahren stark verändert. Die Aussprache war wesentlich akzentuierter, mit vielen Begriffen aus der Landwirtschaft könnte man heute nichts mehr anfangen. Die Sprache verändert sich laufend mit der gesamten Umwelt und Umgebung.  Seit dem 14.11.2002 haben wir nun über 888 alte schwäbische Wörter in den Möglinger Nachrichten veröffentlicht.  Mit den Breschtleng, also Erdbeeren fing alles an. Es gibt noch aber noch mehr!
lfd Nr. Begriff Erläuterung
907 feschte schnenza des geit's nägschte Woch
906 verblembera Verblembera ist das schwäbische Wort für vergeuden.
905 nôch deam Wai duat dir nex mai wai nach dem Wein tut dir nichts mehr weh. Der Wein war dann offenbar so sauer, dass man keine Schmerzen mehr spürt.
904 g'schuggt

Der isch doch a‘ bissle gschuggd – der ist doch nicht ganz auf der Höhe, der ist doch nicht ganz normal, schugga ist auch schupsen.

903 Soafa die Seife wird als Soafa ausgesprochen.
902 Läätscha D’Läätscha ra henga heißt enttäuscht dreinschauen. Läätscha wird auch die Unterlippe genannt – man lässt die Mundwinkel hängen
901 des isch mei  des isch mei heißt: das gehört mir. Das ist wieder ein Beispiel für die eigene schwäbische Grammatik.
900 Schultes

Schultes ist die Abkürzung für Schultheiß. Dieser (es war bis zum Jahr 2015 immer ein Mann) wurde bis 1849 von den Bürgern der Gemeinde (nicht alle Einwohnern) auf Lebenszeit gewählt, danach war das Amt zeitlich befristet. Er war meist angesehener Bürger des Orts, Gemeindeschreiber, musste Anweisungen der Regierung ausführen und überwachen. Es gab keine Verwaltung im heutigen Sinne, er war für alles im Ort verantwortlich dabei wurde von Räten unterstützt.  Der erste „gelernte“ Verwaltungsfachmann hieß Schneider und war von 1883-1894 gewählt. Der Schultheiß wird  seit 1930 Bürgermeister genannt.

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

A B D E F G H K L M N O P Q R S T V W Z

und hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche