Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle blauen Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

!!!! hier gibt es viele schwäbische Gedichte und Geschichten  !!!!
Unsere Vorfahren haben seit Jahrhunderten schwäbisch geschwätzt und z. T. auch geschrieben. Schwäbisch gehört zu unserer Vergangenheit, es ist ein Kulturgut, das erhalten werden muss. Natürlich hat sich auch der Dialekt in den letzten 100 Jahren stark verändert. Die Aussprache war wesentlich akzentuierter, mit vielen Begriffen aus der Landwirtschaft könnte man heute nichts mehr anfangen. Die Sprache verändert sich laufend mit der gesamten Umwelt und Umgebung.  Seit dem 14.11.2002 haben wir nun über 850 alte schwäbische Wörter in den Möglinger Nachrichten veröffentlicht.  Mit den Breschtleng, also Erdbeeren fing alles an. Es gibt noch aber noch mehr!
lfd Nr. Begriff Erläuterung
864 Aussteuer des geit's nägschte Woch
863 Rälleng Jeder Rälleng hat a Katz, sagten früher die Leute. Ein Kater wird Rälleng genannt, weil er ganz rallich war, also aufdringlich den Katzen nachstellte.
862 doba

anstatt „dort oben“ ist die kurze zackige schwäbische Aussage: doba.

861 Ziecha (Ziechen) Ziecha ist ein ganz alter Begriff für eine sackartige Umhüllung und wurde für einen Bettbezug verwendet. Ziechen ist die Mehrzahl.
860 Rombala

Rombela sind kleine Steckzwiebel, die schon im März/April in die Erde kommen und schnell wachsen. Aus Rombela gezogene Zwiebel reifen früher als gesääte.

859 Reasele A‘ Reasele ist eine kleine Rinne im Gartenboden, speziell für die Aussaat von Blumen oder Gemüse.
858 bäbbich bäbbich ist klebrig, oder auch nur schmierig
857 Heiligsblechle Heiligsblechle ist ein erstaunter Ausruf. Angeblich hatten die Bewohner von Armenhäusern eine Blechmarke als „Sozialausweis“, die vom Pfarrer oder einem kirchlichen Spital ausgegeben wurde.
856 Grädda :A‘  Grädda ist ein großer Weidenkorb, oder auch nur ein Tragegestell den / das man auf dem Rücken trug. Wer kein Zugtier und Wagen hatte, musste seine Sachen eben selber tragen. Eine kleine Erleichterung waren dabei die Gruhen entlang von Wegen, die zum Abstellen der Lasten dienten. Eine davon ist am Ortsausgang an der Markgröninger Straße erhalten.

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

A B D E F G H K L M N O P Q R S T V W Z

hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche