Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

mundARTradio
lfd Nr. Begriff Erläuterung
715 schlaucha des geit's nägscht Woch'
714 krottabroat

Krotta ist das schwäbische Wort für Kröte. Krottabroat (krottabroit) kann mehrfach verwendet werden: man kann krottabroat dastehen oder sitzen – man braucht viel Platz, man kann krottabroat etwas erzählen, nämlich in aller Breite, Länge und überaus ausführlich. Krottafalsch ist eine Berechnung, wenn sie schon im Ansatz nicht stimmt. Krottawiascht ist jemand, der eher dem Froschkönig als dem Märchenprinzen ähnelt.

713 Fitzele a’Fitzele ist ein kleines Teilchen.
712 drui Ez isch drui – jetzt ist es drei (Uhr)
711 bossla, rombossla Rombossla ist, kleine Arbeiten verrichten ohne dass man dies gelernt hat oder dies richtig macht. Bosselbua sagt man auch zu einem Handlanger = Hilfsarbeiter.
710 broat Das Wort breit wird  auf schwäbisch broat ausgesprochen.
709 Epfelbutza Der Epfelbutza ist im Wesentlichen das Kernenhaus des Apfels, also das was vom Apfel übrigbleibt, wenn man ihn rundum anbeißt.
708 Heida-Gschäft A‘ Heida-Gschäft ist eine schwere Arbeit
707 Racha'butzer A Racha‘butzer ist eine Bezeichnung für einen Wein, der nichts taugt, aber auch für einen scharfen Schnaps – der brennt den ganzen Hals hinunter.

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

A B D E F G H K L M N O P Q R S T V W Z

hier gibt es weitere schwäbische Gedichte und Geschichten 

hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche