Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

mundARTradio
lfd Nr. Begriff Erläuterung
721 Gealda des geit's nägscht Woch'
720 des hau’e net dô

des hau'e net dô heißt ganz einfach: Das  habe ich nicht hier dabei.

719 dô-hanna

Dô-hanna heißt ganz einfach hier.

718 Zaia Zaia ist das schwäbische Wort für Zeh und auch für Zehen
717 soichnass Wenn jemand soichnass ist, ist er durch und durch duchnässt und hat keinen trockenen Faden mehr am Leib. Es ist also eine Steigerung von nass.
716 zwirbla

Zwirbla ist ein schwäbisches Wort für drehen. Natürlich wird der Bart gezwirbelt, wenn sich jemand unsicher in der Gegend bewegt, sagt man aber auch, dass der rumzwirbelt.

715 schlaucha

schlaucha bedeutet anstrengen, (physisch und psychisch) -  des hat mi schao gschlaucht = das war anstrengend.

714 krottabroat

Krotta ist das schwäbische Wort für Kröte. Krottabroat (krottabroit) kann mehrfach verwendet werden: man kann krottabroat dastehen oder sitzen – man braucht viel Platz, man kann krottabroat etwas erzählen, nämlich in aller Breite, Länge und überaus ausführlich. Krottafalsch ist eine Berechnung, wenn sie schon im Ansatz nicht stimmt. Krottawiascht ist jemand, der eher dem Froschkönig als dem Märchenprinzen ähnelt.

713 Fitzele a’Fitzele ist ein kleines Teilchen.
712 drui Ez isch drui – jetzt ist es drei (Uhr)

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

A B D E F G H K L M N O P Q R S T V W Z

hier gibt es weitere schwäbische Gedichte und Geschichten 

hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche