Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle blauen Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

mundARTradio
lfd Nr. Begriff Erläuterung
742

Wenn i kennt, wia i wett

des geit's nägscht Woch'
741 gschliffa Der kommt mr grad gschliffa sagt man, wenn man meint, dass der jetzt auch noch dazu kommt – der hat mir gerade noch gefehlt!
740 Ausstecherla Ausstecherla ist ein Sammelbegriff für Guatsla, also Weihnachts- und Ostergebäck. Sie werden mit einer Blechform aus einem flach ausgewellten Teig ausgestochen. Die ältesten Formen sind Tannenbäume, Sterne, einfache runde Formen und Osterhasen.
739 Schwartermaga Die Wurst Preßsack heißt auf schwäbisch Schwartermaga.
738 Sippschaft Mit Sippschaft ist etwas herabwürdigend die Verwandtschaft gemeint – also die gesamte Familiensippe.
737 Zuckerle A‘Zuckerle ist ein Bonbon, so kenne ich es aus den 1950er Jahren
736 Werra

Eine Werra ist eine Maulwurfsgrille, ein ziemlich hartnäckiges Ungeziefer im Garten. Mit „der duat wia Werra“ drückt man aus, dass jemand viel arbeitet und nicht aufhören will.

735 Trampel Das schwäbische Wort Trampel hat fast nichts mit einem Politiker ähnlichem Namens zu tun, sondern bedeutet trampeln, zertrampeln. A‘ Trampel ist ein Mensch, der sich nicht zu benehmen weiß und überhaupt nicht sensibel ist und in jedes Fettnäpfchen tritt. . Früher nannten die Stadtbewohner die einfachen Mädchen vom Land abfällig „Bauerntrampel“.

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

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hier gibt es weitere schwäbische Gedichte und Geschichten 

hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche