Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

lfd Nr. Begriff Erläuterung
708 Heida-Gschäft des geit's nägscht Woch' 
707 Racha'butzer A Racha‘butzer ist eine Bezeichnung für einen Wein, der nichts taugt, aber auch für einen scharfen Schnaps – der brennt den ganzen Hals hinunter.
706 Leinich

Das Lainich ist das Leintuch vom Bett. Ursprünglich war es tatsächlich aus Flachs gewoben und vermutlich auch recht rau und hart, aber auch haltbar und gut zu waschen.

705 drenn

Das Wort drenn oder drenna entspricht innen drinnen.

704 Fäger

So en Fäger sagte die schwäbische Oma stolz über ihren kleinen neugierigen Enkel, der auch auf liebe Art frech sein durfte und dem viele Kleinigkeiten verziehen wurde.

703 doa Das Eigenschaftswort „tun“ wird im schwäbischen als doa gesprochen und sehr oft verwendet; die Vergangenheitsform heiß dao, -  i‘ hao dao = ich habe (etwas) getan (gearbeitet).
702 Allmachtsbachl A’Allmachtsbachel ist ein riesengroßer Dummkopf. Im Schwäbischen gibt es ja viele Begriffe und Umschreibungen, die Personen negativ beschreiben.
701 heida'nei Heida‘nei ist ein überraschender Ausruf – heidanei, des hasch aber guat gmacht = Toll, das hast du sehr gut gemacht. Mit dem Wort kann man aber auch seine Verärgerung oder Enttäuschung ausdrücken – es kommt immer auf die Betonung an

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

A B D E F G H K L M N O P Q R S T V W Z

hier gibt es weitere schwäbische Gedichte und Geschichten 

hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche