Jede Woche fragen wir in den Möglinger Nachrichten nach einem alten schwäbischen Wort und bringen in der nächsten Woche die Auflösung. Alle blauen Begriffe sind vertont und können angehört werden.

      [grundsätzliches]   [schwäbische Sprüche] 

hier ist eine schöne und umfassende Beschreibung unseres schwäbischen Landes

Schwäbisch-Test

!!!! hier gibt es viele schwäbische Gedichte und Geschichten  !!!!
Unsere Vorfahren haben seit Jahrhunderten schwäbisch geschwätzt und z. T. auch geschrieben. Schwäbisch gehört zu unserer Vergangenheit, es ist ein Kulturgut, das erhalten werden muss. Natürlich hat sich auch der Dialekt in den letzten 100 Jahren stark verändert. Die Aussprache war wesentlich akzentuierter, mit vielen Begriffen aus der Landwirtschaft könnte man heute nichts mehr anfangen. Die Sprache verändert sich laufend mit der gesamten Umwelt und Umgebung.  Seit dem 14.11.2002 haben wir nun über 1000 alte schwäbische Wörter in den Möglinger Nachrichten und hier auf der Homepage veröffentlicht.  Mit den Breschtleng, also Erdbeeren fing alles an. Es gibt noch aber noch mehr!
lfd Nr. Begriff Erläuterung
1048 aa‘gschla des geit's nägschte Woch
1047 Bebbeleskraut Als Bebbeleskraut wurde bei uns früher Rosenkohl benannt, das typische Wintergemüse. Bebbela sind Kugeln.
1046 Babberlababb Babberlababb ist dummes Geschwätz – schwätz‘ doch koan Babberlabb raus = rede doch keinen Unsinn
1045 Schuorz Ein Schuorz für Männer und Frauen ist  im Grunde eine Schutzkleidung über Hose, bzw. Kleid. Er ist leichter zu reinigen und wurde deshalb fast immer bei allen „Dreckgeschäftla“ getragen. Jeder Bauer trug einen „Schaffschuorz“ aus grobem Leinen
1044 Faasnet Faasnet ist einer der schwäbischen Ausdrücke für die Zeit vor Aschermittwoch.. Die Fastnacht im schwäbisch-alemannischen Bereich lässt noch den Wortstamm am besten erkennen: „die Nacht vor der Fastenzeit“. Karneval gibt es im Rheinland, Fasenacht in der Pfalz und Fasching hört sich „modern“ an. Im evangelischen, württembergischen Kernland war/ist die Faasnet ursprünglich von geringer Bedeutung im Gegensatz zu ursprünglich rein katholischen Gebieten. Ein schönes Beispiel dafür ist die alte ehemalige katholische Reichsstadt Weil der Stadt im evangelischen württembergischen Umland. Hier gibt es viele Narrenzünfte und im Umland liefen maximal am Fasnetsdienstag einige Kinder leicht verkleidet umher
1043 pardu Das ist wieder ein schwäbisches Wort mit französischen Wurzeln (frz.: partout) und wird für  „unbedingt“ verwendet
1042 hornissla Im Winter hatten die Kinder der Bauern mehr Freizeit als in den anderen Jahreszeiten, in denen sie auf dem Acker helfen mussten. Deshalb waren sie auch möglichst oft und lange draußen. Das häufigste Wintervergnügen war das Schlittenfahren. Die Handschuhe waren bestenfalls aus Wolle gestrickt und hielten die Hände nicht sehr warm. Wenn man dann mit halb erfrorenen Fingern oder Zehen in die warme Stube kam, begannen sie zu hornisseln = schmerzhaft zu kribbeln
1041 des nemme nemme

des nemme nemme heißt : das nehme ich nicht mehr

1038 Kutter-Oamer Kutter ist Abfall, der Kutter-Oamer ist der Abfalleimer

Hier sind alle Begriffe hinterlegt, bitte Anfangsbuchstaben anklicken:

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und hier hören sie die Glocken der Pankratiuskirche